NORDMAZEDONIEN (Skopje – Veles – Negotino – Demir Kapija – Gevgelija)

16.07. Nach dem Grenzübergang ging es vorerst einmal ca. 12 km entlang der Hauptstraße zu einer Tankstelle wo ich mich stärke. Und das bei 38 Grad Aussentemperatur, was man so halt macht an einem Samstagnachmittag… 🙂

Neues Land, neues Abenteuer – wie hier mit Nordmazedonien

38 Grad Aussentemperatur, die Spritpreise lassen mich hingegen kalt.. 🙂

Da es bis Skopje noch zu weit ist um heute dort anzukommen, gehe ich bis ca. 15km vor der Hauptstadt von Nordmazedonien und komme bei einer Kirche vorbei. Nach genauer Inspektion ist das ein wunderschöner Schlafplatz, denke ich mir. Ich kaufe in einem Minimarkt noch Lebensmittel ein und verbringe einen ruhigen Abend bei dieser Kirche am Stadtrand von Skopje.

Blick auf Skopje, der Hauptstadt von Nordmazedonien

17.07. Nach einem Frühstück gehe ich frühmorgens bei ungleich angenehmer Temperaturen nach Skopje. Bei einem Aquadukt vergehe ich mich ein wenig bevor ich beim ersten Kaffeehaus gleich 2 Macchiatos mit viel, viel Wasser trinke.

Kaffeeplausch mit 2 Kosovaren, die in Skopje leben und arbeiten

Der Kellner und sein Freund sind ursprünglich aus dem Kosovo und sind hier, weil es hier in Skopje mehr und bessere Jobmöglichkeiten gibt als bei ihnen zuhause im Kosovo. Auch hier geht die Gastfreundlichkeit weiter und der Kaffee geht auf das Haus…

Über den osmanischen Teil der Hauptstadt von Nordmazedonien gelange ich über eine Steinbrücke zum Mazedonischen Platz, dem Hauptplatz der Stadt.

Mustafa Pascha Moschee in Skopje

Mustafa Pascha Moschee in Skopje

Grabstein eines Derwisch außerhalb der Mustafa Pascha Moschee in Skopje

Vor den Toren Skopje’s, der Hauptstadt von Nordmazedonien. Es waren bisher ca. 1.800 km von zuhause bis hierher.

In der ca. 500 Jahre alten orthodoxen Sveti Spas Kirche in Skopje – Kirche der Himmelfahrt Jesu

In der Zwischenzeit habe ich mich im zentral gelegenen Shanti Hostel einquartiert. 11€ für ein Bett im 8 Bettzimmer, inkl. Frühstück und mit Mischa (Dimitry) eine echte Bereicherung. Während ich hier im Restaurant Kalabalak sitze und eiskalten Macchiato schlürfe, wird meine Wäsche im Hostel gewaschen.

Pindjur – ein traditionneller und beliebter Sommersalat auf dem Balkan. Besteht aus einem Mix aus Paprika, Tomaten, Auberginen und Knoblauch. Dazu Ziegenkäse und geröstetes Brot, schmeckt hervorragend!

Ich werde hier ein bisschen verschnaufen bevor es weiter geht Richtung Griechenland. Die Grenze zu Griechenland liegt ja nur mehr 180 km entfernt! Wie schnell ging das denn? Fast zu schnell… 🙂

In frisch gewaschener Hose, etc verbringe ich den Abend im alten Basar im osmanischen Stadtteil von Skopje.

Unzählige Statuen in Skopje – ein Zeichen der Korruption im Lande wie ich später in einer geführten Tour erfahre

18.07. Mischa hatte mir empfohlen unbedingt die Matkaschlucht zu besuchen. Mit der Buslinie 60 fahre ich bereits um 7h in Richtung Matka. Der Fluß Treska wird hier zu einem Stausee aufgestaut. Nach einem Espresso gehe ich ca. 1 Stunde inmitten eines wunderschönen Canyons zu einer Tropfsteinhöhle von wo mich ein Boot zurück zum Ausgangspunkt nimmt.

Sveti Andrej Kloster in der Matkaschlucht

Tropfsteinhöhle in der Matkaschlucht

Dann kaufe ich mir ein reguläres Ticket um 500 maz. Dinar (60 Dinar = 1€) mit dem ich die Bootsfahrt noch einmal genießen kann und besuche auch die Tropfsteinhöhle. Auf der anderen Seite des Flusses gehe ich dann noch zur Sveti Nikola Kirche hinauf und von dort auf der Rückseite zurück zur Busstation. Es ist ein schöner Tagesausflug von Skopje und viele Einheimische kommen auch hier raus um der Hitze in der Stadt zu entgehen. Im Hostel gibt mir Mischa dann den Gästelaptop auf dem ich wieder einmal meine Fotos vom Handy auf meinen USB Stick sichere. Am späten Abend beschließe ich noch einen Tag länger hier zu bleiben. Skopje, das am Fluss Vardar liegt, gefällt mir mit seinen ca. 550.000 Einwohnern sehr gut und ich kann hier auch wieder einmal länger die Vorzüge einer Stadt genießen.

19.07. Während alle im Hostel noch schlafen gehe ich heute um 6h wieder in den osmanischen Stadtteil wo ich mir einige Moscheen und einen Markt anschaue.

Morgenmarkt im osmanischen Stadtteil in Skopje

Gegen 8h frühstücke ich wieder einmal eine Burek mit Ayran, das ich in der Zwischenzeit irgendwie zu jeder Tageszeit einmal esse. Täglich um 10h startet vor dem Mutter Teresa Memorial Haus eine gratis geführte, ca. 3-stündige Tour (Spenden willkommen) zu Fuß zu den zentralen Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Gratis geführte Stadttour in Skopje – Hier in der Mazedonienstraße, der Hauptstraße Skopje’s. Unser lustiger guide Miha in seinem Element. Spenden sind willkommen!

Statue von Mutter Teresa (1910 – 1997) vor dem ihr gewidmeten Memorial Haus in Skopje. Sie widmete den Großteil ihres Lebens den Armen in Kalkutta (Indien), wo sie auch begraben ist.

Unser guide Miha macht das wirklich sehr gut und lustig und meint dann auch, daß es mit ’nur‘ 32 Grad derzeit der kühlste Sommer seit ca. 15 Jahren ist. Naja, schon sehr kühl 32 Grad… 🙂 So zwischendurch erklärt er uns auch wieso es in dieser Stadt soviele Statuen gibt. Die Regierung sei korrupt und ‚erklärt‘ der Bevölkerung, dass diese Statuen alle sehr, sehr teuer seien. In Wirklichkeit sind sie weit billiger und die Differenz wandert in ihre eigene Taschen… Dasselbe auch mit den vielen Casinos im Land. Es gebe so gut wie keine Spieler im Land, sie dienen nur der Geldwäsche… 1963 hat die Stadt ein schweres Erdbeben getroffen bei dem ca. 80 Prozent der gesamten Bausubstanz zerstört wurde, ca. 1.000 Menschen starben dabei,mehr als 200.000 Leute wurden obdachlos. Unter Tito’s Regierung wurde damals die Stadt wieder mit Hilfe auch von der damaligen Sovietunion und den USA aufgebaut. Eine Besonderheit damals während des Kalten Krieges.

‚Warrior on a horse‘ Monument am Mazedonischen Platz (Hauptplatz) in Skopje. Der Krieger hier am Pferd ist kein Geringerer als Alexander der Große, der hier als Mazedonier verehrt wird. Die Griechen sehen das anders…

Diesen beiden aus Saloniki stammenden Brüdern Kyrill und Methode haben wir das kyrillische Alphabet zu verdanken. Sie waren byzantinische Gelehrte und Priester und betrieben im 9. Jahrhundert die christliche Missionierung slawischer Völker. Sie übersetzten die Bibel aus dem Lateinischen in die slawische Sprache und brachten die Bibel so der slawischen Bevölkerung nahe.

Interessantes Postgebäude in Skopje – Brutalismus in Reinkultur

Wie schon öfters auf früheren Reisen in muslimische Länder verbringe ich heute die heißen Mittagsstunden in einer Moschee, diesmal in der ca. 500 Jahre alten Mustafa Pascha Moschee. Gegen 16:30 kommen dann die Gläubigen zum Gebet und sie erlauben mir dabei zu sein.

‚Coole‘ Musik und Publikum im Café Monfrere im alten Basar von Skopje

Am Abend treffe ich noch im alten Basar türkische Touristen aus Istanbul und Konya und wir trinken gemeinsam Cay, türkischen Tee. Letztlich tauschen wir auch noch Kontakte aus und sie laden mich ein sie zu besuchen wenn ich in diese Städte komme. Dankend nehme ich an, es ist allerdings noch ein weiter Weg bis dorthin…

20.07. Heute habe ich mir das 66 Meter hohe Millenniumskreuz (oder Jahrtausendkreuz) am Vodno Berg vorgenommen. Von hier oben soll es einen schönen Blick über die Stadt geben. Ein roter Doppeldeckerbus (made in China und nicht in UK!, wie uns gestern Miha bei der Tour erklärt hat) der Linie 25 bringt mich vom Hauptbusbahnhof zur Talstation eines Sessellift, erbaut von ?… der Fa. Doppelmayer aus Österreich. Hier warte ich gerade noch ca. 30 Minuten, da die Bahn täglich ausser Montag den Betrieb erst um 10h aufnimmt.

Millenniumskreuz am Vodno Berg außerhalb von Skopje – das 66 Meter hohe Wahrzeichen der Stadt wurde 2002 als Denkmal für 2000 Jahre Christentum in Mazedonien erbaut.

Blick auf Skopje vom Millenniumskreuz in Skopje

In der Zwischenzeit sitze ich schon heroben am Vodno Berg und genieße die Aussicht auf Skopje. Heute ist mein letzter Tag hier in der Hauptstadt Nordmazedoniens, morgen gehe ich weiter Richtung Griechenland.

Am Abend lasse ich die 4 Tage in Skopje bei einem Bierchen am Ufer des Vardar revue passieren. Diese Stadt wurde in den letzten Jahren etwas verschönert, vor allem mit unzähligen Brücken, Statuen und Denkmälern. Dazu kommt ein noch relativ authentisch wirkender osmanischer Stadtteil, der gute und preiswerte Ausgehmöglichkeiten bietet.

21.07. Frühmorgens schleiche ich mich aus dem Schlafraum des Shanti Hostels und frühstücke auf dem Bahnhof. Nach längeren Pausen komme ich immer wieder besser voran, die Temperaturen legen allerdings zu. So mache ich in Oreshani vor einem kleinen Minimarkt eine längere Mittagspause und schlafe im Schatten.

Mittagspause in Oreshani

Einheimische warnen mich dann noch vor so einigen Gefahren im Land und letztlich schlafe ich auf einer Anhöhe in der Nähe der Autobahn Richtung Thessaloniki.

22.07. Seit ich Skopje verlassen habe erinnert mich die Landschaft immer mehr an Griechenland. Felsige Berghügel, karge Vegetation und niedrige Bäume. In Veles erblicke ich in einem Garten den ersten Zitronenbaum und die Schildkröten werden immer mehr auf den Straßen. Ich kann Griechenland schon riechen! In Veles lädt mich ein freundlicher Einheimischer in seine Motorrad Werkstatt ein und wir trinken gemeinsam Cola.

Mit einem einheimischer Motorradmechaniker in seiner Werkstatt – er gab mir Cola zu trinken und füllte meine Wasserflaschen auf – vielen Dank!

Autos der Marke ‚Yugo‘ finde ich immer wieder interessant, hier ein Koral 55 (dh er hat 55PS). Sie verschwinden leider immer mehr vom Straßenbild. Dieser Kleinstwagen wurde von 1981 bis 2008 von der jugoslawischen (und später serbischen) Firma Zastava produziert und wurde damals sogar für einige Jahre als einziges osteuropäische Auto erfolgreich in die USA exportiert.

Letztlich gehe ich spät abends noch etwas weiter bis ich zu einer Autobahntankstelle komme. Es ist eine außergewöhnlich moderne Tankstelle und es gibt auch einen Duschraum für die LKW Fahrer. Die Verkäuferin versichert mir, dass außerhalb der Tankstelle Kameras montiert sind und so das Zelten auf der Grünfläche absolut sicher sei. So stelle ich mein Zelt neben all den LKWs auf, gehe duschen und trinke zufrieden einen Macchiato.

Moderne Tankstelle mit eigenem Duschraum

23.07. Dieser Tag geht in die Annalen ein. Es ist einfach nur mehr heiß hier mit Tageshöchsttemperaturen von jenseits der 40 Grad. Das Gehen fällt immer schwerer…

Die Pfirsiche werden reif – immer willkommene Abwechslung!

Nach knapp 40 km erreiche ich spätabends Negotino wo mich Buben zu einem Fußballplatz in der Nähe der Polizeistation bringen. Ich stelle hier mein Zelt auf und bedanke mich bei den Buben. Ich schlafe bereits als so gegen Mitternacht Lärm neben meinem Zelt entsteht und Jugendliche mein Zelt mit Cola- und Fantadosen bewerfen. Gefolgt von ‚Sorry, sorry‘ Rufen und Gekicher… Nach ca. 1 Stunde beruhigt sich das Ganze wieder und ich ’schlafe‘ noch mit einem Auge bis ca. 5h bevor mich der Hund vom Platzwart weckt. Eine ruhige Nacht halt wie man sich das eben wünscht…

24.07. Heute ist Sonntag und bevor ich Negotino verlasse finde ich noch eine Bäckerei wo ich Käse Burek mit Joghurt frühstücke. Am Weg nach Demir Kapija warnt mich noch ein Einheimischer, dass es auf meiner Richtung, in die ich gerade gehe, aus irgendeinem Grund kein Weiterkommen gebe. Ich denke bereits an Waldbrände und solche Sachen, glaube ihm allerdings letztlich nicht und gehe weiter. Es ist heute drückend heiss und ein älteres Ehepaar bietet mir eisgekühltes Wasser und Weintrauben an. Dankend nehme ich an und erhole mich in ihrem schönen Garten von der sengenden Hitze. Wahrscheinlich meinte der Einheimische die Berge, die zu überwinden waren.

Sengende Hitze macht zu schaffen, jeder Schatten ist willkommen, hier ein Autobahntunnel

Kurz vor Demir Kapija gibt es ein schönes Weingut, in dem ich die Mittagspause verbringe. Ich spüre heute zum ersten Mal leichte Kopfschmerzen und trinke viel. Letztlich lege ich mich für ca. 2 Stunden in den Schatten. Gegen Abend fühle ich mich dann wieder etwas besser und gehe noch in den Ort Demir Kapija. Hier kaufe ich bei einer Tankstelle Proviant für heute Abend und morgen früh, da die nächste Ortschaft ca. 20km entfernt liegt. Die Straße führt jetzt entlang den Gleisen Richtung Saloniki. Kurz vor Dämmerung erscheinen fünf Gestalten am Horizont und als sie näher kommen entpuppen sie sich als Marokkaner, die Richtung Serbien unterwegs sind.

5 Marokkaner am Weg nach Serbien und Italien zu einem ‚besseren‘ Leben

Es sind die ersten Flüchtlinge, die mir hier begegnen. Sie sind ohne Pass unterwegs und gehen hauptsächlich abends wenn es nicht so heiß ist. Später kommen mir dann noch mehr Marokkaner entgegen und ich beschließe mich dann so gegen 20h in die Büsche zu schlagen. Als ich ein geeignetes Plartzerl finde merke ich, dass diese Idee schon jemand anderer hatte. Es sind Nicole und Pascal, ein junges Pärchen aus Berlin, die seit 3 Monaten mit ihren Fahrrädern den Balkan unsicher machen und Ende September Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, erreichen wollen. Am Abend frischt es ordentlich auf und in der Ferne gibt es ein schönes Wetterleuchten.

25.07. Als ich um 6h das Zelt abbaue, sind auch die beiden schon munter und wir tauschen noch Nummern aus um gegebenenfalls ein gemeinsames Bierchen in Thessaloniki zu trinken, etc… Ich gehe dann los und kurze Zeit später überholen sie mich, bis Saloniki dann! Doch es sollte anders kommen… Ca. 1 Stunde nachdem wir uns verabschiedet haben tauchen die beiden wieder am Horizont auf. Unter schattenspendenden Bäumen und in der Nähe einer Wasserquelle flicken beide ihre Reifen. Eine Routineaktion für die beiden…

Nicole und Pascal beim Flicken ihrer Reifen

Ich mache ca. eine halbe Stunde Halt bei Ihnen bevor ich wieder weitergehe. Bis Thessaloniki oder so, wer weiß das schon so genau… Am Weg nach Miravci treffe ich nochmals Marokkaner, die am Weg nach Norden sind. Ich gehe quasi in die falsche Richtung… 🙂

Marokkaner am Weg nach Serbien und Westeuropa. Wenn ich mir ihre Ausrüstung anschaue komme ich mir privilegiert vor.

Ich sitze derzeit in einem Restaurant in Miravci und werde so gegen 17h wieder weitergehen. Qui va doucement va loin –> langsam aber sicher !

Die Nacht verbringe ich an einem romantischen See und eine Einheimische versorgt mich nochmals mit Wasser und Lebensmitteln.

26.07. In der Früh merke ich, dass sich eine zusätzliche Blase gebildet hat. Es ist wohl die grosse Hitze hier, die im Schuh durch das Schwitzen soviel Feuchtigkeit entstehen lässt – – > beste Voraussetzungen also dafür! In Saloniki werde ich den Füssen etwas Ruhe gönnen… Nach ca. einer halben Stunde ist mein Zelt in der Zwischenzeit abgebaut und auch der Rucksack gepackt. Beim Weggehen treffe ich noch einen Einheimischen und er ist der erste, der mich für einen Migranten hält… 🙂 er hat ja nicht so Unrecht, nur gehe ich in die falsche Richtung! Als ich ihm sage, dass ich aus Österreich komme und Richtung Griechenland unterwegs sei, entspannt sich sein Gesichtsausdruck wieder deutlich.. :-)))

Dieser Bauer hielt mich als Erster ernsthaft für einen Migranten am Weg nach Norden. Als ich ihm sagte woher ich komme und wohin ich wollte kam wieder ein Lächeln in sein Gesicht… :-)))

Durch schöne Landschaft gelange ich letztlich so um 18h an die Grenze zu Griechenland. Wieder ist es eine moderne Tankstelle, die Duschen anbietet und ich kann mich so etwas erholen. Am Autoparkplatz erspähe ich ein paar Quadratmeter Rasenfläche wo ich mein Zelt aufstelle und eine ruhige Nacht verbringe.

Gesamtkilometer: 2.110

Fazit: Mazedonien oder jetzt seit 2019 offiziell Nordmazedonien hat immer noch stark mit Korruption der Regierung, etc zu kämpfen. So sind viele Menschen hier frustriert und wollen einfach weg um ein besseres Leben im Ausland zu finden. Für mich persönlich war es das bisher heißeste Land mit Tageshöchsttemperaturen von jenseits der 40 Grad und wohl auch damit der schwierigste Streckenabschnitt bisher. Die Gastfreundschaft lebt allerdings auch hier wie bisher überall am Westbalkan. Vielen Dank für die schöne Zeit!

16 Kommentare

    Mukti

    Bist ja flott unterwegs, lieber Schallenberger – chapeau 🤗

    Gewicht verlieren durch Wandern und Schwitzen würde mir auch gut tun, aber bei 40° C am Balkan ziehe ich doch die angenehme Kühle Mühlviertler Wälder und in meinem Taxi der Hitze des Südens vor 😉

    Lichtvolle Grüße aus Linz und keep ging 🙂
    Mukti

      Georg

      Lieber Mukti, der Schenkenfeldner,
      ich bin letztlich langsamer unterwegs als geplant! Während meiner Wanderung besuche ich immer wieder interessante Orte, die zum Verweilen einladen. Wie derzeit die Meteora Klöster, traumhaft schön!
      Und freut mich, dass Du Dich so wohl im Taxi fühlst! Naja, nicht umsonst machst Du es auch schon 40 Jahre:-) Da bist ja ein richtiger Profi!

      Also genieße weiter dein Schenkenfelden mit den vielen kühlen Wäldern und liebe Pilgergrüße aus dem schönen Griechenland, Georg👣🕊️

    Fredi

    Hallo Georg, viele Grüße aus St. Veit, auch bei uns hat es um die 30 Grad, aber 40?🤔, da wünscht man sich doch öfters mal ein kühles Bierchen oder?🍻. Aber die Erlebnisse machen wieder vieles gut, wünsche dir weiterhin viel Mut und Kraft für deinen weiteren Weg an dein Ziel. 👍👣.
    Liebe Grüße Fredi

      Georg

      Hallo Fredi,
      stimmt, über 40 Grad und das über mehrere Tage war schon sehr grenzwertig. Das kühle Bierchen gönne ich mir dafür jetzt gerade in Saloniki, super Hafenstadt mit guter Stimmung! Ich bleibe hier ca. 1 Woche um mich insgesamt wieder einmal etwas länger zu erholen und Kraft für die nächsten ?km zu tanken. Neue Schuhe, vor allem ohne Goretex Membran, hab ich auch gerade gestern hierher zugeschickt bekommen. Ich bin also wieder gerüstet für neue Abenteuer.. 🙂
      Liebe Grüße nach St. Veit und alles Gute dir weiter auch, Georg 👣🕊️

    Petra

    Hallo Georg!
    Hab wieder sehr interessiert deine Berichte gelesen, bin wirklich immer fasziniert über deine Kontakte und Möglichkeiten, die sich ergeben! Als Frau würd ich mich das nie trauen, obwohl ich diese Art zu reisen total reizvoll finde. Bei mir geht’s Anfang September nach Kreta aber auf die Schnelle per Flugzeug!
    Pass weiterhin gut auf dich auf und noch viele tolle Erlebnisse!
    Petra

      Georg

      Hallo Petra,
      für mich ist es auch sehr überraschend, wieviele Leute ich jeden Tag kennenlerne. Dies erleichtert natürlich vieles, da ich so viel erfahre und die Leute mir auch helfen auf meinem Weg. Was Sicherheit angeht würde ich diese Route als relativ sicher einstufen, aufpassen musst du letztlich überall.
      Wünsche Dir noch einen schönen Sommer und viel Spaß in Kreta (auch da kann man ja neben Baden im Meer schön wandern).
      Liebe Grüße aus Thessa, Georg 👣🕊️

    Hofmann Paul

    Lieber Jorgito,
    Immer sehr eindruecklich und ich bewundere dich jedesmal!!
    Bei uns hat sich nach fast 15 Jahren die Lage deutlich verschlechtert und ich ueberlege mir schon Auch…
    Aber ueber 2000km wandern??
    Ich bin ja 73….
    Cordial saludos del suizo en Colombia

      Georg

      Querido Pablito… 🙂
      ja, ich staune auch schön langsam wohin mich meine Füße bereits hingebracht haben. Jetzt bekommen sie hier in Saloniki, einer sehr schönen griechischen Hafenstadt, aber auch die wohlverdiente Pause, ich inklusive… 🙂
      Schade, dass sich die Lage in Kolumbien immer mehr verschlechtert, aber wie ich Dich kenne findest Du auch dafür eine Lösung👍
      Queridos saludos de la Grecia, el austriaco Jorgito👣🙌

    Alfred Roland

    Hallo Georg
    Tolle Wandereise,die Du da unternimmst und bewundere Deine Ausdauer!
    Irgendwie schaffst Du es auch als Organisationstalent hier so in Kontakt mit den Einheimischen zu kommen. Danke für Deine Info Plattfom mit den
    intressanten Bildern und Berichten 😉 Weiterhin an guten Trip mit den
    allerbesten Grüssen
    Alfred

      Georg

      Hallo Alfred,
      da ich so eine längere Wanderung auch das erste Mal mache, ist es für mich auch eine neue Erfahrung welche Unterstützung und Hilfsbereitschaft mir von der einheimischen Bevölkerung zu Teil wird. Und wenn dir jemand nur die Wasserflaschen nachfüllt, hilft er dir doch schon wieder ein Stückchen weiter…
      Vielen Dank noch für deine Wünsche und dir auch noch einen schönen Sommer, Georg👣🕊️

        Marion Schweighofer

        Lieber Georg, ich lese mit großem Interesse deinen Bericht und genieße deine Fotos. Für die nächsten tausend km wünsche ich dir alles Gute und erträgliche Temperaturen. LGMARION

        Georg

        Liebe Marion,
        freut mich wenn dich meine Berichte interessieren und ich dich so ein wenig auf die Reise mitnehmen kann.
        Ich bin jetzt bereits an der Küste und es ist hier bei täglichen Tageshöchsttemperaturen von ca. 33 Grad schon deutlich kühler.
        Schöne Grüße ins Mühlviertel und Helfenberg und alles Gute dir auch weiter, Georg 👣🕊️

    Iris Dekan

    Lieber Georg,
    wieder mal bin ich beim Lesen deines Berichtes mitgereist. Besonders deine Begegnungen mit den Migranten und die Strapazen durch die Hitze haben mich diesmal berührt. Das macht schon nachdenklich. Da ich aktuell leider nicht reisen kann, freue ich mich wirklich immer über deine Zeilen, die ein Tor in die Welt öffnen und mir meine Bedürfnisse nach neuen Begegnungen und anderen Kulturen bewusst werden lassen.
    Bon chance, weiter so und eine gute Zeit in Griechenland!

      Georg

      Liebe Iris,
      freut mich immer wieder wenn ich dich so ein wenig auf die Reise mitnehmen kann und ich mit meinen Geschichten deine Reiselust ein wenig stillen kann.
      Das letzte Stück war schon etwas anstrengend aber ich bin jetzt einmal an der Küste und gehe der griechischen Küste entlang Richtung Istanbul. Da sollte es nicht mehr so heiß sein…
      Liebe Grüße nach Wien und bin schon gespannt auf deine neue Wohnung wie sie dann aussehen wird wenn ich wieder zurück bin… 🙂
      Liebe Grüße aus Saloniki, Georg 👣🕊️

    Sven

    Hallo Schorschi,
    es ist schön zu hören, dass Du gut bis Skopje gekommen bist und die legendäre Gastfreundschaft der Balkanländer genießt. Unglaublich: 1.800 km seit unserem Treffen auf der GIS, d.h. rechnerich ca. 20 km pro Tag.
    Besteht auch in Nordmazedonien noch die Gefahr, dass Du dem Alkoholismus verfällst, wie in Serbien? ;-))
    Liebe Grüße
    Sven

      Georg

      Hallo Sven,
      die Gastfreundlichkeit der Balkanländer ist wirklich legendär, wir können da noch viel lernen!
      Und ja, rein rechnerisch liegst du mit der täglichen Strecke gut im Rennen. Es ist etwas langsamer als ich ursprünglich gedacht habe, aber speziell am Anfang wollte ich es ruhiger und langsamer angehen. Und ausserdem möchte ich mir auch etwas anschauen wenn mich etwas interessiert. So lebt man den Weg…
      PS: Der Rakikonsum hat sich in der Zwischenzeit schon wieder reduziert, er gilt speziell bei den Serben als ‚Turbotreibstoff‘! Keine Gefahr also dass ich dem Alkoholismus verfalle… 🙂 Vor allem schwitzt Du dieses Zeug eh wieder schnell doppelt und dreifach raus…
      Liebe Grüße zurück und ja, es sind beinahe schon 3 Monate als wir von der GIS runter ein paar Kilometer gemeinsam gegangen sind, wie die Zeit vergeht.
      Liebe Grüße aus Skopje nach Eidenberg und halt die Ohren steif, Georg.

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