Tamil Nadu
Kanyakumari
Der indische Pilgerort Kanyakumari ist der suedlichste Punkt auf dem indischen Festland an dem sich der indische Ozean, der Golf von Bengalen und das arabische Meer treffen. Es zieht Inder in Massen an.

So besuchte ich am zweiten Tag das Vivekananda Rock Memorial auf einer kleinen Insel, die mit einem Schiff zu erreichen ist. Es ist dem Swami Vivekananda gewidmet, einem hinduistischen Moench, der Ende des 19 Jhdts vor allem im Westen den Hinduismus zu einer Weltreligion machte und Yoga im Westen einfuehrte. Mit einem Nachtzug fahre ich dann weiter nach
Rameswaram
wo wir um ca. 6h morgens ankommen. Ich besuche den Ramanathaswamy Tempel, der dem Gott Shiva gewidmet ist. Allen Indern wird ein Kuebel voll Wasser ueber den Kopf geschuettet, quasi als Reinigung, ich entgehe diesem Geschehen… Mit einem Bus komme ich zu einem Strand wo man bei klarer Sicht angeblich nach Sri Lanka rueber sehen kann, ich bezweifle das aber.

Mit einem weiteren Nachtzug geht es gegen Sonnenuntergang ueber schmale Eisenbahnschienen ueber das Meer nach
Thanjavur
das ein Zentrum der hinduistischen Religion in Suedindien ist. Gegen Mitternacht finde ich im Ganesh Hotel in der Naehe der Zugstation eine Unterkunft. Naechsten Tag besuche ich den Brihadeeswara Tempel aus der Chola Zeit, der zu Beginn des 11. Jhdts erbaut wurde und einer der groessten Tempel Indiens ist. Im Tempel selber befindet sich ein riesiger Nandi (Stier), der das Fortbewegungsmittel von Gott Shiva war.

Pondicherry
Nach 2 Tagen in Thanjavur brachte mich ein Bus nach Pondicherry, der ehemaligen Hauptstadt von Franzoesisch-Indien. Es liegt direkt am Meer und es ist wunderschoen in den Strassen mit ihren noch gut erhaltenen kolonialen Haeusern zu gehen. In der „Villa a la Creole“ finde ich eine gute Unterkunft, wo es eine schoene Terasse und guten Fisch gibt.


Mit Alex, einem Franzosen aus der Provence, verbringe ich einige schoene Tage hier. Die Inder sind ja total kinofanatisch und da es hier ein englischsprachiges Kino gibt schaue ich mir auch gleich zwei Filme (Bad Boys for Life und Jojo Rabbit) an, ich hatte wohl ein wenig Aufholbedarf. Das Indian Coffee House wird zu meinem Stammlokal wo es um weniger als 1 Euro hervorragende Fruehstuecke wie Idli Sambar (Reiskuchen), Dosas aller Art, Pongal (Reis), Vaddas, etc gibt, typisch suedindische Kueche. Nach einer knappen Woche in dieser wunderschoenen Stadt fahre ich mit einem Morgenbus weiter nach
Mahabalipuram
Mahabalipuram ist eine kleine Stadt direkt an der Kueste. Ich finde im Sr Harul Hotel direkt am Strand ein guenstiges Zimmer, das highlight ist hier allerdings die Terasse, auf der ich viele Stunden verbringe.

Es kommen hier immer wieder viele Franzosen vorbei, es gibt gutes Essen und zwichendurch besuche ich auch den Kuestentempel, Arjuna’s Penance und viele andere Hoehlentempel, die vor allem im 7 Jhdt von der Pallava Dynastie in Auftrag gegeben wurden.

Eines Tages gehe ich mit dem Koch des Hotels Hummer kaufen und bin auch bei der Zubereitung in der Kueche dabei –> ein wahrer Traum!
Chennai
Nach ca. 2 Stunden Fahrt mit einem Bus komme ich in Chennai, der Haupstadt von Tamil Nadu, an. Auch hier quartiere ich mich wieder in der Naehe der Zugstation ein und erkundige die Stadt. Es hat um die 30 Grad und es ist eine feuchte Hitze, die mich staendig schwitzen laesst. Auch so begeistert mich diese Stadt nicht besonders. Sie ist gross, hat nicht wirklich ein Zentrum und ich vermisse auch irgendwie das Gefuehl hier gerne zu sein. Shavran von Hyderabad hat sich gemeldet und so beschliesse ich ihn am Weg zurueck nach Nepal in seiner Heimatstadt zu besuchen.
Telangana
Hyderabad
Mit einem Nachtzug komme ich fruehmorgens in Hyderabad, der Hauptstadt von Telangana, an. Das Klima ist schon gleich einmal weit angenehmer (vor allem trockener) und auch das muslimische Viertel im Stadtzentrum gefaellt mir sehr gut. Ich besuche das Charminar, die Mekka Moschee und die vielen Maerkte.

Im Hotel Shadab, meinte der Hotelbursche, gaebe es das beste Hyderabad Byriani der Stadt. Nun, ich kann es nicht beweisen aber es schmeckte sehr gut und Hyderabad ist ja beruehmt fuer seine Byrianis. Dann treffe ich Shavran und wir besuchen den Birla Mandir Tempel, der aus weissem Marmor erbaut wurde und eine schoene Aussicht ueber die Stadt bietet. Wir besuchen noch gemeinsam ein Museum und essen Paneer Tikka Masala zumittag, Shavran ist ja Vegetarier.

War schoen ihn auch in seiner Heimatstadt zu sehen, nachdem wir uns ja im Himalaya beim Wandern kennengelernt haben.
Uttar Pradesh
Varanasi
Eine Auto Rickshaw brachte mich fruehmorgens von Hyderabad nach Sekundarabad, von wo es um 9:30 einen Morgenzug Richtung Norden und Varanasi gibt. Es ist ja schon Mitte Februar und schoen langsam sollte es in Nepal ja wieder moeglich sein Wanderungen zu machen. Ein IT Ingenieur im Zug klaert mich auf, dass aktuell die CEO’s von IBM, Microsoft, Google, Novartis, etc.. alles Inder sind. Die Inder sind in der IT Welt wirklich am Vormarsch. Die Bevoelkerung waechst allerdings immer noch jaehrlich um ca 3 bis 4 % was zu erwarten hat, dass Indien bald China als bevoelkerungsreichstes Land ueberholen wird.

In Varanasi angekommen kaufe ich mir noch fuer denselben Abend ein Zugticket weiter Richtung Norden nach Gorakhpur, gebe meinen Rucksack in die Aufbewahrung und verbringe nochmals einen schoenen Nachmittag und Abend an den Ghats von Varanasi.
Der Mitternachtsszug hat Verspaetung und kommt erst so gegen 1h frueh an. Er ist hoffnungslos ueberfuellt und an einen Sitz zu kommen nicht zu denken. Um ca 3h frueh bietet mir dann der Zugbegleiter sein Bettchen im Zwischenwagon an, das ich dankend annehme. So bringe ich dann doch noch so ca 3 bis 4 Stunden die Augen zu bevor wir in der Frueh in Gorakhpur ankommen.
Gorakhpur und Sunauli
Mit einem Bus komme ich in ca. 3 Stunden nach Sunauli, der Grenze zu Nepal. Problemlos bekomme ich hier ein 3 Monatsvisum fuer Nepal und so kommen wir gegen 23h in Kathmandu an. Gegen Mitternacht bin ich dann wieder im Maya Home, meinem Quartier, wo ich einige Sachen zurueckgelassen hatte und bin froh wieder ein Bett zu haben.
Fazit
Suedindien ist faszinierend und die Menschen sind deutlich weniger aufdringlich als in vielen anderen Gegenden in Indien. Auch die Kultur, Sprache, Kueche und die Denkweise unterscheidet sich stark vom Norden Indiens. So habe ich hauptsaechlich gute Erinnerungen, bin jetzt aber auch wieder froh in Nepal zu sein um weitere Wanderplaene schmieden zu koennen.
Paul Hofmann
Jorgito. Ganz herzlichen Dank für dieses ausführliche, sehr interessante und farbenfrohe „Buch“ über deine Indien- und Nepal Tour. Es freut mich, dass du – bei diesen sehr schwierigen Umständen – wiederum gut in Austria gelandet bist. Ich hoffe, dass auch mir dir Rückreise in meine Heimat Kolumbien bald gelingt.
Georg
Hallo Pablo,
vielen Dank und wünsch Dir auch viel Glück, dass es mit Deiner Rückreise nach Kolumbien relativ schnell klappt.
Alles Gute und xund bleim, Georg.
Frank Janeczek
Hallo Georg, wo steckst Du denn gerade.
Ich bin zurück in Manado und werde da die Bunaken geschlossen sind, nach Bali rüber machen!
Ich hoffe es geht Dir gut!
Also bleib Gesund und gut zu Fuß
Bis bald Frank the Bärliner
Georg
Hallo Frank,
bin derzeit immer noch in den Bergen von Mustang in Nepal. Ich fühle mich sicher hier.
Wünsch Dir alles Gute weiter und einen schönen Aufenthalt in Bali.
Liebe Grüße Georg.
Frank Janeczek
Halo Georg, na da hast Du Dir ja ein schönes Fleckchen auf unserem Planeten ausgesucht.
Als ich vor Ewigkeiten in Nepal unterwegs war, kostete Mustang wie Buthan heute viel Geld.
Hat sich das geändert?
Genieße Deine Zeit und bleibe gesund der Frank noch aus Manado
Georg
Es ist wirklich ein wunderbares Fleckchen. Wie ist die Lage auf Bali?
Liebe Grüße Georg.
Frank Janeczek
Das weiß ich nicht, aber Freunde sind heute angekommen und sagen alles zu, bis auf einige Warungs.
Kaum Leute dort.
Ich fliege am Donnerstag rüber, wenn alles klappt bekomme ich Mittwoch meine Visums Verlängerung.
In Manado ist das unfreundlichste Imigrasi von ganz Indonesien!
Bleib Gesund Georg und bis bald der Bärliner P.s. Wie lange bleibst Du da noch oben in Mustang???
Frank Janeczek
Hallo Georg, wie ist die Lage in Nepal?
Ich bin jetzt in Kuta angekommen und es ist sehr ruhig hier.
Angenehm für uns schlecht für die Leute die davon leben müssen.
Nun versuche ich mein für nicht fliegende Flugzeuge bezahltes Geld zurück zu bekommen und einen bezahlbaren Flug zu finden.
Glaub mir beides ist nicht einfach.
Bis bald in Euroland der Bärliner
Sigrid Ilgner-Pacher
Lieber Georg, es gibt im Augenblick keinen größeren Gegensatz als dich in deiner
farbigen aufregenden Welt und uns, die wir derzeit in unseren Wohnungen eingesperrt sind. Ich weiß nicht, wie oft ich mir schon deinen lebendigen Bericht mit den wunderschönen Fotos angesehen habe. Jedes Mal eine neue Freude! Bleib bitte gesund
und erzähl uns noch viel mehr, wenn du wieder zurück bist.
Liebe Grüße Sigrid
Georg
Liebe Sigrid,
freut mich wenn ich ein wenig Abwechslung in Dein und Euer Leben zuhause bringen kann.
Bin gestern gerade von einer ca. 10-tägigen Wanderung im Königreich Mustang in Nepal zurückgekommen… Traumhaft schön und ich hoffe bald davon berichten zu können.
Also liebe Grüße nochmals, auch an die french girls, und bis bald wieder in Wien, Georg.
Erwin Janits
Hallo Georg,
eine wirklich gut Vorlage fuer meinen naechsten Wunschtrip! In Hyderabad könnte ich auch viele Kollegen treffen. Mach weiter so, ich komme nach :-).
Lg, Erwin
Georg
Hallo Erwin,
stimmt, die IBM ist in Indien stark vertreten, Bangalore, Pune, Hyderabad, etc…
Liebe Grüsse und vielleicht sehen wir uns ja wieder einmal in Wien, Georg.
Franziska
Hallo Georg
Immer wieder tolle Fotos, freuen uns immer
Wir freuen uns aber auch wenn du wieder da bist.
Bis dahin noch eine schöne Zeit
Fanni und Gerhard
Georg
Liebe Fanni,
vielen Dank und freu mich auch schon wieder auf ein Wiedersehen mit Dir/Euch zuhause!
Bis dahin auch noch eine schöne Zeit und liebe Grüße aus Kathmandu, Georg.
Aristea
Lieber Georg,
danke für Deine ausführliche Berichte und die wunderschönen Fotos!
Ich schliesse mich Brigitte an bezüglich der Texte. Und Deine Antwort über die Entstehung der Texte – das kann ich beim Lesen nachempfinden.
….man kann Deine Fotos sehr lange betrachten und wirken lassen. Mein Eindruck ist, dass Du die Zuschauer sehr behutsam mitnimmst – und dadurch wirkt alles auf mich unglaublich intensiv!
Alles Liebe weiterhin!
Aristea
Georg
Liebe Aristea,
schön wenn das so ist…
Auch beim Unterwegssein verlangsamt sich auch viel mit der Zeit. Es wird einem auch bewusst wie schnell wir doch leben, manchmal geht es halt wohl auch nicht anders…
Liebe Grüße, auch an Michael, und bis bald wieder einmal in Hietzing, Georg.
Ernst
Hallo Georg,
Sehr interessante und spannende Berichte, wunderschöne Bilder.
Wünschen Dir noch eine schöne Zeit, pass auf dich auf!
Liebe Grüße Ernst u.Monika
Georg
Hallo Ernsti,
danke und wünsch Euch beiden auch alles Gute!
Liebe Grüße und bis bald wieder zuhause im Schallenberg, Georg.
PS: Lass mir auch Tante Marianne grüssen! Sie soll sich schön warm halten im Winter…;-)
Peter Hartl
Hi Georg !
Schöne Bilder und Beschreibungen !
Einige Beschreibungen machen mich nachdenklich !!!!!
glg. Peter
Georg
Hi Peter,
danke und freut mich wenn Dich meine Beschreibungen zum Nachdenken anregen.
Liebe Grüße in die Heimat, Georg.
Brigitte Aberidis
Hi Georg,
spannend sind deine Erzählungen, Beschreibungen, wunderschön deine Fotos! Meine volle Bewunderung hast du bezüglich Berichte erfassen, zusammenfassen, online zu stellen und uns mitnaschen zu lassen! Herzlichen Dank dafür!
Ich wünsche dir noch viele schöne Begegnungen und Erlebnisse und grüße dich herzlich aus Wien!
Brigitte
Georg
Hi Brigitte,
vielen Dank für Deine aufmunternden Worte!
Ich finde es gar nicht so schwierig, diese Berichte zu schreiben und online zu stellen. Das Schreiben verstärkt für mich die Erlebnisse und führt zur geistigen Wiederholung des Erlebten und entspannt. Auch motiviert es mich die Augen offen zu halten. Und man schaut genauer hin wenn man etwas beschreiben muß. Oft hilft es auch nur den Blick schweifen oder ruhen zu lassen.
In diesem Sinne wünsche ich Dir auch weiter alles Gute und liebe Grüße nach Wien, Georg.
Edith Danner
Hallo Georg, immer wieder schön von deinen Wanderungen und Ausflügen zu lesen.
Wünsche dir noch eine schöne Zeit.
Lg. Edith
Georg
Hallo Edith,
vielen Dank und wünsch Dir auch noch einen schönen restlichen Winter.
Liebe Grüße und bis bald wieder zuhause, Georg.